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Psychological Capital


(1) Übersicht

Das von Fred Luthans entwickelte Füh­rungskon­zept „Psychologisches Kapital“ weist eine Reihe von Ähnlichkeiten mit dem Neuroleadership-Ansatz auf:

  • Zunächst ist der Anspruch ähnlich: Es steht mit einer Vielzahl von individuellen und organisationalen Leistungskriterien in Verbindung und kann als wichtiger Treiber für den Unternehmenserfolg aufgefasst werden.
  • Des Weiteren basiert das Psychologische Kapital auf den Stärken bzw. den psychischen Ressourcen von Personen, die sich wie folgt skizzieren lassen:
  • Selbstwirksamkeit: Man ist von den eigenen Fähigkeiten überzeugt.
  • Hoffnung: Man hält an gesteckten Zielen fest.
  • Optimismus: Man blickt zuversichtlich in die Zukunft und glaubt an seinen Erfolg.
  • Resilienz: Man bewältigt Probleme und überwindet Hürden (Widerstandsfähigkeit).
  • Ähnlich wie beim Neuroleadership-Ansatz stehen auch hier positive Gefühle, Nutzung von Stärken - also letztlich Annäherngsmotivation - im Mittelpunkt.

Im Gegensatz zum Neuroleadership-Ansatz liegen eine große Vielzahl von Studien vor, die die Wirksamkeit von Psychologischem Kapital bestätigen.

 

(2) Ergebnisse

Eine Erhöhung des Psy­cholo­gischen Kapitals hat positive Auswirkungen auf die

  • individuelle Leistung
  • Leistung der Organisationseinheit bzw. der Organisation
  • Arbeitszufriedenheit
  • Loyalität zur Organisation
  • Gesundheit
  • emotionale Ebene
  • Entwicklung eigener Kompetenzen
  • Hilfsbereitschaft
  • Gewissenhaftigkeit
  • Eigeninitiative
  • Unkompliziertheit/Frustrationstoleranz („sportsmanship“)

 

(3) Weiterführende Literatur

Luthans, F./Youssef, C. M./Aviolio, B.J.: Psychological Capital Oxford: University Press, 2007.

Avey, J.B., Reichart, R. J., Luthans, F. & Mhatre, K.H. (2011). Meta-analysis of the Impact of po­sitive psychological capital on employee attitudes, behaviors, and performance. Human Resource Development Quarterly 22 (2), 127-152.

Reinhardt, R.: Psychologisches Kapital - Durch Nutzung psychologischer Ressourcen zu höherer Führungseffektivität. Arbeitshefte Führungspsychologie. Windmühle Verlag 2013.