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SCARF-Modell: (Relativer) Status


Unter sozialem Status versteht man das mit einer Position in einer Gruppe verbundene Ansehen und verbundene Rechte, die einer Person von einer Gruppe offiziell oder inoffiziell zugestanden werden. Äußerlich wird Status oftmals durch Statussymbole gekennzeichnet. Neurowissenschaftliche Forschung ergab, dass schon beim Gedanken an schlechtes Abschneiden innerhalb eines zwischenmenschlichen Vergleiches mit Stress verbundene Hormone ausgeschüttet werden, die wiederum die Lebensdauer sowie Gesundheit maßgeblich beeinflussen.

Die Dimension Status beinhaltet demnach die relative Wichtigkeit einer Person im Vergleich zu anderen Menschen. Zudem ist sie Ausdruck einer Rangordnung sowie Über- und Unterordnung im sozialen Gefüge. In Auseinandersetzungen mit anderen Menschen spielt der wahrgenommene Status eine wichtige Rolle, da er in Relation zu dem des Gesprächspartners gesetzt wird, wodurch mentale Prozesse auf verschiedene Art und Weise beeinflusst werden. Der wahrgenommene Status steigt bzw. sinkt folglich, wenn sich eine Person einer anderen über- oder unterlegen fühlt. Fühlt sich eine Person überlegen ist dies auf den Anstieg des Hormons Dopamin zurückzuführen. Folglich wird eine Belohnungsreaktion ausgelöst. Auf der anderen Seite generiert die Wahrnehmung einer potenziellen oder tatsächlichen Reduzierung des eigenen Status eine starke Bedrohungsreaktion.

Ein weit verbreitetes Mittel, um Belohnungsreaktionen im Hinblick auf Status zu erhöhen, ist die Beförderung. Jedoch haben Aspekte wie die persönliche Weiterentwicklung am Arbeitsplatz oder positives Feedback durch den Vorgesetzten einen nachhaltigeren Effekt auf das Statusempfinden der Mitarbeiter. Insbesondere die öffentliche Anerkennung eines Mitarbeiters führt zur Erhöhung des wahrgenommenen Status. Nach Rock ist die Meinung, eine zu häufige Anerkennung der Leistung von Mitarbeitern fördert den Wunsch nach Beförderung, nicht aufrecht zu halten. Die Natur der Statusbelohnung besagt, dass positives Feedback und Anerkennung den Wunsch nach konstanten Beförderungen verringert.      


Quelle: nach Rock (2008)